Wiens

Meine Ur-Ur-Urgroßeltern Peter Wiens (1795-14.08.1878), #694651 und Helene (geb. Wiens, 1793-12.04.1878), #694652 wohnten in Westpreußen in Neumünster-Bergerfeld. Sie gehörten der flämischen Mennonitengemeinde Fürstenwerder an. Im Geburtsregister dieser Gemeinde sind ihre Kinder eingetragen:
Helene (*10.08.1816), Verheiratet ca.1841 mit Johann Wall (1816-1860), #304196,
Cornelius (11.10.1817-28.06.1865) Verheiratet mit Catharina Andres
Peter (08.01.1820-28.11.1820),
Anna (12.10.1821-12.10.1911), #984115 Verheiratet mit Abraham Regehr, # 984116
Peter (*07.05.1823-08.06.1877), mein Ur-Urgroßvater,
Verheiratet mit Anna (geb. Wiens, 1823-1873)
Julius (*30.04.1825), #694649 Verheiratet mit Catharina Braun
Die Nachkommen von Julius wohnen in Hamburg
Catharina (*01.04.1827-30.06.1876), #494547, meine Ur-Urgroßmutter Siebert, Verh. mit Johann Wall, er war Witwer ihrer Schwester Helene, in der 2. Ehe mit Johann Siebert, meinem Ur-Urgroßvater
Hermann (27.07.1829-10.07.1844),
Jakob (08.11.1832-10.06.1834)

Die Linie von Julius Wiens habe ich von der GRANDMA-6 CD-ROM in meinen Stammbaum übernommen. Er war nicht ausgewandert und seine Nachkommen wohnten fast bis zum Kriegsende in Westpreußen. Vor dem ende des 2. Weltkrieges 1944 waren sie vor der Roten Armee nach Dänemark geflohen und 1948 sind sie nach Deutschland (Hamburg) zurückgekehrt.

Helene war mit Johann Wall (*08.01.1816) verheiratet. Im Geburtsregister der Gemeinde Schönsee sind ihre fünf Kinder eingetragen:

-Helene (*05.06.1842)

-Helene (*04.09.1843)

-Johann (*12.11.1844)

-Peter (*13.11.1845)

-Johann(*09.08.1847)

ofensichtlich waren älteste Helene und Johan als Kleinkinder gestorben. Ob die drei andere Geschwister erwachsen wurden ist mir nicht bekannt. Es könnte sein, dass Johann Wall (*1847) gleiche Person  mit Johann Wall (1848-1917) aus Orloff, Am Trakt war. (Vermutung)
Catharina heiratete am 08.11.1849 ihren Schwager Johann Wall (*08.01.1816), der zuvor mit ihrer Schwester Helene verheiratet war. Sie bekamen mit ihm vier Kinder:

-Julius (*15.02.1852),
-Anna (*25.07.1853),
-Justine (01.02.1855-1927) und
-Cornelius (*02.05.1858)
Alle in Mierauerwald Westpreußen geboren.

Johann Wall (*1816) war der älteste Sohn Johann Wall (1792-1860) und seiner ersten Frau Justine geb. Töws (1787-1824). Vater Johann Wall war einer der Gründer der Ansiedlung Am Trakt und der erste Ältester dieser Gemeinde. Sein Sohn Johann (*1816) kam erst später und hat sich nach einer Version mit seiner Familie in Ostenfeld (Mennoniten Kolonie Am Trakt) niedergelassen. Kurze Zeit danach starb Johann Wall. Sein Grab war das erste auf dem ostenfelder Friedhof. (So wurde es von Anna Neufeld (geb. Jakob Klassen) und Urenkelin von Johann Siebert erzählt). Für mich eher unwahrscheinlich, denn Ostenfeld wurde erst 1872 gegründet. Zu dieser Zeit hatte seine Witwe Catharina geb. Wiens (1827-1876) schon drei Kinder mit ihrem zweiten Mann Johann Siebert (ca.1838-1922).
Eine andere Version ist im Tagebuch von Martin Klassen zu lesen, er schreibt, dass Familien von Johann Wall und Isaak Epp am 12.09.1960 nach 10 Monaten <Wochen?> und 5 Tagen Reise Am Trakt angekommen waren. Am 13.09 wurde Johann Wall plötzlich krank. Es zeigten sich bei ihm Symptome von Cholera. Am selbem Tag war er in Hahnsau gestorben. Dort wurde er am 16.09.1860 beerdigt. (Ob es sich um den verstorbenen Mann von Catharina Wiens handelt weis ich nicht, obwohl es sehr wahrscheinlich ist).
Nach dem Tod ihres Mannes Johanns Wall, heiratete Catharina Johann Siebert (ca.1838-1922) meinen Ur-Urgroßvater Siebert. (s. Fam. Siebert). Ob sie wirklich gleich in Ostenfeld ihre Wirtschaft aufbauten ist nicht sicher, weil in einem Tagebuch von Johannes Jantzen (1823-1903) steht, dass am 30.06.1876 Frau Siebert von Orloff am Nervenfieber gestorben war und am 05.07.1876 beerdigt wurde. Es könnte Catharina gemeint sein, weil an einer anderen Stelle steht: „ 11. Aug. 1881 am Abend, Sieberts in Orloff alles abgebrannt durch Tabakraucher.“ Es wurde mir erzählt, dass die Wirtschaft von Johann Siebert abgebrannt war und er später alles neu aus Stein in Ostenfeld aufgebaut hatte. Ich bin davon ausgegangen, alles an einem Ort – Ostenfeld geschah, aber es könnte sein, dass nach dem Brand in Orloff er in Ostenfeld seine Wirtschaft neu aufgebaut hatte. (Vermutung, aber sehr wahrscheinlich)

Meine Ur-Urgroßeltern

Peter Wiens (07.05.1823, in Neumünster-Bergerfeld, Westpreußen – 08.06.1877, in Lysanderhöh, Am Trakt, Russland) heiratete am 11.07.1850 Anna Wiens (27.02.1823, in Neumünster-Bergerfeld, Westpreußen – 22.01.1873, in Lysanderhöh, Am Trakt, Russland). Ihre Eltern waren Cornelius Wiens und Anna, geb. Epp (06.1777 – 24.12.1856, in Baiershorst, Westpreußen).  Sie hatten fünf Kinder, die erwachsen wurden. Das Heiratsdatum sowie die Geburtsdaten (bis auf Peter) stammen ebenfalls aus dem Geburtsregister Fürstenwerder:

Peter (16.02.1853-31.03.1931), #1253826

Kornelius (27.01.1854-27.03.1881), #19133

Julius (04.06.1856-08.01.1926), #1253831, mein Urgroßvater,

Hermann (17.12.1857-21.02.1858)

Anna (*16.02.1859-1884), #1157798 und

Helene (30.03.1862-05.01.1904), #1253833.

Alle, bis auf Peter in Baiershorst Westpreußen geboren.

Im Buch „Ritas Leute“ von Ulla Lachauer  steht: „Peter Wiens, Sohn des Peter Wiens und seiner Ehefrau Anna, geborene Wiens, wurde am 16. Februar 1853 in Marienau geboren, morgens um 6 Uhr.“ (Könnte sein, dass die Eltern nach ihrer Heirat eine Weile in Marienau gelebt haben. Sind dann aber Zurück nach Baiershorst gegangen. Ist nur eine Vermutung von mir.)

Es war mir schon immer interessant gewesen den Ort zu sehen von wo meine Vorfahren Wiens nach Russland ausgewandert waren. Im Herbst 2017 habe ich meinen Traum erfüllt. Wir sind mit meiner Frau nach Gdansk in Polen gefahren. Von dort haben wir die Ortschaften die mir aus meiner Ahnenforschung schon bekannt waren angesehen. Orte wie Fürstenwerder, Beiershorst, Lichtenau, Heubuden, Schönsee, Marienburg. Heutzutage haben sie alle polnische Namen.

Wybicko-Beiershorst
Wybicko-Beiershorst
Wybicko-Beiershorst

Beiershorst heutige Wybicko sieht heutzutage ziemlich trostlos aus. Es sind ein Paar heruntergekommene Gebäude zu sehen, die vermutlich aus den 1970er Jahren stammen. Das einzige, was an die alte Zeiten erinnert ist der Kopfsteinpflaster der einziger Strasse im Ort.

In seinen Erinnerungen schreibt Jakob Wiebe (1887-1967) über Beiershorst, den Geburtsort seiner Mutter Sara Fröse (1848-1917), #19370: „Ihr Elternhaus stand an der Linau in Beyershorst. <…>Mutter sprach auch zuweilen mit freudigem Stolz von ihrer Kindheit, von den Schönen Linau auf welcher so manche Bootsfahrten gemacht wurden. Das Wasser sei dort so tief, dass man gar keinen Grund finden konnte. Das Eis im Winter war spiegelblank aber so schwarz wie Tinte.“

Den Fluss Linowa hatten wir nicht gesehen, den der lag doch etwas abseits vom heutigem Wybicko-Beiershorst.

Zulawki das frühere Fürstenwerder ist auch heute noch ein grosser Ort in dem man einige Gebäude sehen kann, die wahrscheinlich noch meine Vorfahren gesehen hatten.

Zulawki-Fürstenwerder
Zulawki-Fürstenwerder
Zulawki-Fürstenwerder

Die Familie Peter Wiens war am 28 Mai 1869 von Beiershorst in Westpreußen zusammen mit den Familien C. Fröse und Ens aus Orloff In Westpreußen nach Russland ausgewandert (aus dem Tagebuch Joh. Jantzen).

Familie Wiens hat sich in Lysanderhöh in einer Mennonitensiedlung Am Trakt niedergelassen. Es ist bekannt, dass mein Urgroßvater Julius zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt war.

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