Über die Ansiedlung der Mennoniten im Gouvernement Samara. Bericht aus 1856

Dieser Bericht wurde mir von Viktor Petkau zugeschickt. Ich habe diesen ins Deutsche übersetzt. Der Bericht in Altrussisch steht weiter unten. A.W.

Über die Entwicklung der mennonitischen Siedlung im Nikolajewski Kreis des Gouvernement Samara.

Zeitschrift des Ministeriums für Staatseigentum. 1857, Teil 62, № 2.

1850 beantragten die in Preußen lebenden Mennoniten, sich in Russland unter Bedingungen niederlassen zu dürfen, die ihren Glaubensbrüdern gewährt wurden, mit der Zuteilung von Land aus der Staatskasse für sie oder mit dem Recht, Land durch Kauf zu erwerben. Der frühere Minister für Staatseigentum überreichte diese Petition dem verstorbenen Zaren in dem Glauben, dass er den Mennoniten, die 100 Familien zählten, erlauben würde, freie Grundstücke im Gouvernement Samara zu besichtigen und auszuwählen, wenn sie dort kein geeignetes Land finden, sollten sie die Möglichkeit haben, sich nach ihren eigenen Wünschen und nach den für ausländische Siedler

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geltenden Regeln niederzulassen, Ermöglichung der Ansiedlung von bis zu 100 preußischen Mennonitenfamilien im Gouvernement Samara und Erteilung der Erlaubnis durch das Außenministerium an die Kaiserlich Russische Mission in Berlin, Einwanderungspässe für Mennoniten auszustellen, die sich in Russland niederlassen wollen. 1852 kamen 22 preußische mennonitische Familien, mit bis zu 120 Seelen beider Geschlechter, in die Mennonitenkolonie Molotschana. Sie kamen mit ihren Pferden, die zum Teil für die Zucht geeigneter Pferde auf ihren Gehöften bestimmt waren, und brachten vierzig Schafe einer in Russland neuen Rasse mit, die Fagas genannt wurden. Im Frühjahr 1853 machten sich ihre Abgesandten auf den Weg in die Wolga-Region, um die dortigen Ländereien zu untersuchen. Nach ihrer Wahl wurde ein Grundstück (in der Größe von 6.500 Desjatin, 65 Des. pro Person) für die Umsiedlung aller 100 Familien von Mennoniten, die die Erlaubnis erhalten hatten, nach Russland zu ziehen, an der stillgelegten Salztrakt am rechten Ufer des Flusses Tarlyk im Novousenski Bezirk des Samara Gouvernement zugewiesen. Dieses Grundstück wurde entsprechend der Anzahl der Kolonien, die dort aufgebaut werden sollten, in Teile aufgeteilt. Im Herbst 1853 zogen 10 Familien auf das angegebene Grundstück, und im Frühjahr 1854 zogen alle anderen Mennoniten, die aus Preußen kamen und in der Kolonie Molocha überwintert hatten, dorthin. Sie gründeten die erste Kolonie, Hans-Au genannt. 1855 kamen einige weitere mennonitische Familien aus Preußen, die eine zweite Kolonne Köppenthal gründeten.
Die umgesiedelten Mennoniten wurden auf ihren Wunsch hin nicht der lokalen Verwaltung der anderen ausländischen Siedler unterstellt, sondern durften ihren separaten Kreis (Nikolajewski genannt) bilden, mit dem Recht, aus ihren Reihen eine Kreisverwaltung zu wählen.
Im November des vergangenen Jahres 1856 legte der bevollmächtigte Vertreter der Mennoniten des Nikolajewski-Kreises, Claas Epp[1], dem Direktor der Ersten Abteilung des Ministeriums für

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Staatseigentum, Eugen von Hahn[2], eine Notiz über den Fortschritt der Ansiedlung in der Nikolajewski-Kreis vor, die wie folgt lautet:
„Im vergangenen Jahr gab es keine neuen Zuwanderer aus Preußen in unsere Gesellschaft. Infolge des Weichselhochwassers in letzten Jahr kam es in allen Niederungen an den Ufern dieses Flusses, von Thorn bis Danzig, wo preußische Mennoniten angesiedelt waren, zu einer derartigen Verwüstung, dass sich niemand dort mehr an eine solche Situation erinnern kann; Deshalb hatten diejenigen, die ihre Wirtschaften verkaufen wollten, keine Chance, Käufer zu finden, und die wenigen Grundstücke, die verkauft wurden, blieben bei den Verkäufern, weil die Käufer kein Geld hatten, um sie zu bezahlen.
Nach Angaben eines vertrauenswürdigen Bekannten aus der Gegend, hat das Groß-Werder bei Marienburg (das Marienburger Große Werder), das eine Fläche von 60 Werst Länge und 30 Werst Breite zwischen der Nogat und der Weichsel umfasst, durch die Überschwemmungen einen Schaden von 4 Millionen Thalern erlitten.
Die Ernte im letzten Jahr war mittelmäßig, so dass ein Teil des geernteten Weizens für den Verkauf verwendet werden konnte; bei den derzeitigen hohen Preisen für dieses Getreide von 53 Kopeken pro Pfund können wir also mit einem beträchtlichen Gewinn rechnen, was uns wiederum sehr ermutigt.
Der Weizenhandel, der von unseren Orten die Wolga hinunter und dann über das Asowsche Meer nach Rostow vermarktet wird, ist sehr belebt. Früher gab es hier nur zwei Handelshäuser, denen der gesamte Handel gehörte; aber die enormen Gewinne, die sie erzielten, sowie die Nachfrage aus dem Ausland zogen andere hierher, und heute gibt es bereits acht Häuser, die Weizen verkaufen; so kann unsere Region in Zukunft auf eine noch bessere Vermarktung hoffen, da die hiesigen Preise bisher nicht im richtigen Verhältnis zu denen im Ausland standen.
Wenn das majestätische Projekt von Peter dem Großen, die Wolga durch einen Kanal mit dem Don zu verbinden,

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rechtzeitig verwirklicht werden könnte, würde unsere Steppe zu einem unvorstellbaren Wohlstand gelangen.
Der Gesundheitszustand in unserer Gesellschaft ist sehr zufriedenstellend. Im Jahr 1856 starben von 300 Seelen unserer Bevölkerung 6 Personen, darunter zwei Erwachsene und vier Kinder.
Der bauliche Teil. Im Jahr 1856 wurde neu gebaut: In Hahns-Au:
Wohnhaus                  1
Viehställe                  3
Scheunen                  2
Insgesamt                 6
Es wurden 2 Brunnen gegraben.
Bauholz für diese Gebäude es wurden 378 Stämme verwendet.
In Köppental:
Wohnhäuser (davon 2 große, aus Kalk und Ziegeln)                         10
Ställe für das Vieh, 52 bis 78 Fuß lang und 35 bis 37 Fuß breit        8
Scheunen, 80 bis 95 Saschen[3] lang und 52 Saschen breit             7
Insgesamt                                                               25
Brunnen                                                                   14
Für diese Konstruktionen wurden 3.572 Holzstämme verwendet.
Backstein vorbereitet:
In Köppental, aus mit Stroh gebranntem Ton                                                               62.780
In Hans-Au wurden von dem mit Holz gebranntem Ton aufgrund eines Salzmangels wegen einer vorangegangenen Missernte                                                                                             87.600
Aus Tarlykowka, einer Wolgakolonie, die 22 Werst von hier entfernt ist                       73.964
Insgesamt                                                                                                                            224.344
Luftgetrocknete Tonziegel                                                                                                   73.000
Waldanpflanzungen. Die Erfahrung aus dem Vorjahr mit der Aussaat von 3/4 Des. Waldbaumsamen war nicht erfolgreich: Obwohl die Ulmensamen (Rüstersaamen) sehr gut keimten, wurden die jungen Triebe von Ameisen vernichtet. Daher war es notwendig, den Boden mit Hilfe von Brache, vorzugsweise in zwei Jahren, vorzudüngen und schädliche Insekten auszurotten, während die Bäume in Baumschulen aufgezogen wurden, wo die jungen Pflanzen besser vor dem Absterben geschützt werden konnten, um dann an die vorgesehenen Pflanzorte verpflanzt zu werden.
Es werden Obstbäume gepflanzt:
In Hahns-Au     427
Köppental.        100
Die Samen der Seidenraupenbäume wurden letztes Jahr in Hahns-Au in großem Umfang ausgesät und keimten gut. Das Saatgut stammt aus Seidenraupenzuchtbetrieben, die seit langem in den Kolonien der Wolga-Region existieren.
Die Zeit wird zeigen, ob wir hier gewinnbringend Seide anbauen können. Eine weitere Frage: Sollte ein Maulbeerbaum, der für diesen Zweck in Hecken gezüchtet wurde, alle drei oder vier Jahre von unten beschnitten werden? Bei dieser Art der Bewirtschaftung werden im ersten Sommer viel längere Triebe gebildet, die oft nicht die volle Reife erreichen und leichter entwurzelt werden können als Bäume, die sich ohne Wachstumshemmung entwickeln. Auf jeden Fall ist dieser Industriezweig für den Landwirt sehr lukrativ, denn er bietet ihm eine Beschäftigung in seiner von der Feldarbeit übrig gebliebenen Freizeit, auch wenn wir in unserem Land keine Seide von der gleichen hohen Qualität wie in wärmeren Ländern herstellen können.
Wir haben Erfahrungen mit der Aussaat von englischem, französischem und italienischem Weidelgras in kleinem Maßstab im Garten gemacht. Der Versuch war ein Erfolg und lässt hoffen, dass Weidelgras, insbesondere das Englische Raygras, das eher für trockene Böden typisch ist, auch hier in größerem Umfang gewinnbringend angebaut werden kann. Wenn dies gelingt, könnte es einem der wichtigsten Bedürfnis

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dieser Gegend entsprechen – Anbau von künstlichem Gras zur Heugewinnung und als Weidefläche für das Vieh.
Die Mähmaschine, den Herr Steinberg in der Nähe von Saratow herstellt, ist der praktischste und bequemste Mähmaschine, welche wir bisher kennen. Im nächsten Sommer möchten wir diese ausprobieren, und wenn es unsere Erwartungen erfüllt, werden wir noch einige Exemplare des Geräts kaufen. Der Molochanerkolonist F. Wiebe aus der Kolonie Orloff schreibt: „Die Mähmaschine wird immer bequemer“. Aber seine Maschine mit einer Schneide dürfte weniger rentabel sein als die von Steinberg, welche mit einer Schere arbeitet.
Der von unserem Schmied Moritz gefertigte Eisenpflug fand hier den verdienten Anklang. Wegen der vielen Arbeiten an unseren Gebäuden und der Herstellung aller möglichen Dinge, die für die Anpassung benötigt werden, konnte Moritz nicht viele Exemplare dieses Pfluges herstellen, und die dafür aufgegebenen Bestellungen können lange Zeit nicht erfüllt werden. Sein Pflug wurde auch hier erst vor so kurzer Zeit eingesetzt, dass es noch nicht möglich ist, eine abschließende Bewertung vorzunehmen. Jedenfalls ist das pflügen mit ihm leichter als mit jedem anderen. Man kann zugeben, dass er um ein Drittel weniger stabil ist als andere Pflüge, die vorne an Rädern befestigt sind; er erfordert daher mehr Sorgfalt, und in diesem Fall ist er genau so gut wie jeder andere; aber aus diesem Grund wird er kaum von Leuten akzeptiert werden, die nicht an Ordnung sondern an Rutine gewöhnt sind.
Unsere Ansiedlung scheint eine gewisse Wirkung auf unsere Nachbarn (die Kolonisten aus der Wolgaregion) zu haben, obwohl sie aufgrund ihres deutschen Charakters etwas Neues nicht so leicht annehmen; aber wenn sie es angenommen haben, übernehmen sie es auch.
Die verbesserte Bewirtschaftung kann nicht von anderen übernommen werden, ohne dass diese selbständig

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in diesem Bereich arbeiten. Sie ist das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses und nicht das Ergebnis eines Lernprozesses, der in einem Moment abgeschlossen ist. Unterricht und Studium allein, mechanische Ausführung allein führen nicht zum Ziel, sondern eher zum Schlechten. Jede neue Maßnahme braucht Zeit, um Früchte zu tragen.
Das Ziel unserer Niederlassung in Russland – als Vorbilder für andere Siedler zu dienen – kann nur in der Zukunft erreicht werden, und dann wird unsere Wirtschaft als Beweis dienen:

      1. Dass der Boden, wenn er richtig bewirtschaftet wird, immer seine charakteristische Ertragskraft und Fruchtbarkeit behält und beständig gute Ernten bringt, zeigt das Beispiel der Molotscha-Kolonisten, die 50 Jahre lang dieselben Grundstücke für den Ackerbau nutzten, und das der preußischen Mennoniten, die seit Urzeiten dasselbe tun. Dieses Ziel kann durch Schwarzbrache, durch das Umpflügen des Bodens aus dem Herbst, durch die Düngung des Bodens, Platzierung des Gehöftes in der Mitte des jeweiligen Feldes und durch die Aufforstung der Wälder erreicht werden, um die Bäume später als Brennstoff zu nutzen und somit auf den Mist als Brennstoff zu verzichten. Für Menschen, die wenig praktische Erfahrung haben und mit der Theorie nicht vertraut sind, wird dies unverständlich erscheinen.
      2. Die Feldarbeit in einem gut organisierten Betrieb lässt sich am besten erledigen, wenn sich das Gehöft in der Mitte der Landfläche befindet, und erfordert weniger Arbeit, sowohl von Hand als auch mit dem Pferd, als beim Wanderfeldbau, wenn die Anbaufläche 12 oder mehr Werst vom Haus entfernt ist, wird sie nach der Ernte in Ruhe gelassen, damit sich der geschwächte Boden erholen kann und nach einigen Jahren wieder fruchtbar wird. Das man in ersten Fall auf der gleicher Fläche höhere Ernten erzielt, als im zweiten, sollte bei einem Bevölkerungswachstum das Hauptanliegen sein.
      3.  Der Zweck der Aufteilung des Landes in Familienparzellen besteht darin, mehr und qualitativ bessere Früchte aus dem Boden zu erzeugen und ganz allgemein die Einführung einer besseren Landwirtschaft zu ermöglichen und jeden Einzelnen in den Genuss der Früchte seiner Arbeit kommen zu lassen, was durch die Aufteilung des Landes unter den Seelen[4]nicht erreicht werden kann, Selbst wenn das Land in großen Abständen geteilt wird, denn es dauert 10 Jahre, bis der praktische Landbesitzer den ausgelaugten Boden mit Hilfe von Schwarzdampf wieder fruchtbar gemacht hat, wie viele Beispiele aus der landwirtschaftlichen Praxis beweisen.
  1. Die Kürze des Herbstes in diesem Jahr und das unbeständige Wetter (Regen) machten es unseren Nachbarn schwer, einige von ihnen waren nicht einmal in der Lage, das Getreide auf dem freien Feld zu dreschen, obwohl nur ein Teil der Ernte gut war und der Rest nur mittelmäßig war.
    Das hat viele von ihnen auf die Organisation unserer Wirtschaft aufmerksam gemacht, nämlich die Bequemlichkeit, auf ihren Feldern zu leben, die es ihnen ermöglicht, die Ernte in Kornkammern zu sammeln, wo sie trocken und zuverlässiger aufbewahrt wird, und den Winter zu diesem Zweck zu nutzen, wobei in anderen Gegenden des Landes hingegen werden  die  6 Sommermonate genutzt um alles zu erledigen , wofür man 12 Monate benötigt. Auch die Aufteilung der Felder in regelmäßige Familienparzellen und die Anordnung unseres gesamten Haushalts um diese herum wird hier allmählich gutgeheißen, so dass jeder einzelne Landwirt weniger von den Launen der Mehrheit der Bauern und die Armen weniger vom Einfluss wohlhabender Nachbarn abhängig sind, sondern jeder die Last trägt und die Früchte seiner Arbeit erntet: Wer seinen Acker besser bewirtschaftet, kann auf eine bessere Ernte hoffen.
    Einige unserer Nachbarn, die Kolonisten aus dem Wolgagebiet, möchten sich auf der anderen Seite des Flusses Tarlyk ansiedeln, wo es günstige und vorteilhafte

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    Standorte für die Gründung mehrerer Kolonien gibt, und das Land in Familienparzellen aufteilen. Vorzugsweise hätten diese Menschen die Möglichkeit, in ihren neuen Kolonien nicht die alten Bräuche einzuführen, die in ihrer früheren Existenz die Entwicklung ihrer Kolonien behinderten.
    Das Ziel der Regierung, eine bessere Wirtschaft im Lande einzuführen, würde mit der Aufstellung einiger Kolonnen unserer wolgadeutschen Landsleute an unserer Seite mit der richtigen Führung vorzeitig erreicht werden; denn in ein paar Jahren würden diese Kolonien zu Vorbildern für die Kolonien ihrer Geschwister werden;  Sie würden eine größere Wirkung entfalten und eher den Willen zur Nachahmung wecken als unsere Kolonien, denn wir werden als Ausländer angesehen, die ihre Landwirtschaft mit beträchtlichen mitgebrachten Mitteln errichtet haben und unterhalten, was immer Vorurteile nährt.
    Um die dritte Kolonie zu gründen, wurden in diesem Herbst in der Steppe, an einem schönen und günstigen Ort, Versuche unternommen, mit einem Erdbohrer Wasser zu finden. Der Grund für die Experimente zu dieser Jahreszeit war, dass die Quellen im Frühjahr reichlicher sprudeln als im Herbst und daher leicht über den tatsächlichen Wassergehalt hinwegtäuschen könnten, der im Herbst oft versiegt. An drei Stellen wurde Wasser in einer Tiefe von 6-7 Saschen entlang einer geraden Linie bei 600 Saschen gefunden, während an einer Stelle in der Mitte des untersuchten Gebietes das Bohrloch nur in einer Tiefe von 5½ Saschen erreicht werden konnte, weil die 2 Arschin[5] dicke Schicht aus trockenem und lockerem Sand Schwierigkeiten bereitete. Der Sand verschüttete das Bohrloch ständig, so dass ein Testbrunnen gegraben werden musste, der 8 Saschen erreichte, aber kein Wasser gefunden wurde. In der Zwischenzeit kam der Frost, so dass am 9. November die Arbeiten eingestellt wurden. Im nächsten Sommer wollen wir mit einer Bohrung herausfinden,

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    wie tief das Wasser im Brunnen ist. Wir möchten diesen Standort nicht aufgeben, da er für die Einrichtung der geplanten Kolonie, die sich fast in der Mitte ihrer Felder und nur 2 ½ Werst von ihrer äußersten Grenze entfernt befinden würde, äußerst günstig ist.
    Der Brunnen kostete uns.                                                                        86 Silberrubel
    Tageslöhne an die Arbeiter, um Wasser zu finden.                             51 Rub. 24 Kop.
    Da unsere Versuche mit einem einfachen Bohrer durchgeführt wurden, konnten wir auch bei den bereits entdeckten Quellen nicht feststellen, ob sie einen ausreichend hohen Wassergehalt haben, was nur durch Probebrunnen festgestellt werden kann, und wir laufen daher Gefahr, unsere Kosten umsonst zu verlieren.
    Um diese Unannehmlichkeiten in Zukunft zu vermeiden, müssen wir uns Werkzeuge zum Bohren artesischer Brunnen anschaffen; Mit diesen Werkzeugen könnte man einen Brunnen durch eine lockere Sandschicht bohren und den Wasserreichtum der gefundenen Quellen beurteilen, so dass man vergebliche und kostspielige Ausgaben für den Bau von Testbrunnen vermeiden könnte.
    Mit Erlaubnis Seiner Majestät ist beschlossen worden, Ihnen weiteres Land vom Staat zu geben, sobald alle anderen Familien, die nach Russland ziehen dürfen, eingetroffen sind; Da wir uns wegen des Wassermangels auf dem Land nur in der Nähe von Brunnen ansiedeln können, sind die Kosten für die Anschaffung der notwendigen Bohrgeräte völlig gerechtfertigt, denn nur so können wir die bestmöglichen Orte finden, an denen es möglich und günstig ist, sich niederzulassen, da es schwierig ist, sich in Orten ohne fließendes Wasser niederzulassen.“

    [1] Claas Epp (01.01.1803 – 21.01.1881), GRANDMA #4731. Er war der erste Vorsteher, Oberschulze der Kolonie Am Trakt
    [2] Eugen Kaspar von Hahn, (1807— 1874), Russischer Staatsmann, Senator. Nach seinem Namen wurde das erste Dorf der Kolonie Am Trakt Hahnsau oder Hahns-Au benannt. Mehr auf Wikipedia unter: https://ru.wikipedia.org/wiki/Ган,_Евгений_Фёдорович
    [3] Russisches Längenmaß – сажень = 2,13m
    [4] In Russland wurde das Land unter den Bauern nach Seelen verteilt. Das heißt nach Zahl der Männlichen Mitglieder einer Familie. So eine Umverteilung fand ca. alle 10 Jahre statt. Ein Bauer konnte mal mehr, mal weniger Land bekommen und das auch an unterschiedlichen Stellen. Diese Regeln galten auch für deutsche Kolonisten an der Wolga. Für Mennoniten wurde eine Ausnahme gemacht.
    [5] Russisches Längenmaß – аршин = 71 cm

    О ходе водворения меннонистов в Николаевском обществе Самарской губернии. Журнал Министерства государственных имуществ. 1857, ч. 62, № 2.

    Въ 1850 г. живущіе въ Пруссіи меннонисты ходатайствовали о дозволеніи имъ водвориться въ Россіи, на правахъ, дарованныхъ единовѣрцамъ ихъ, съ отводомъ для нихъ земли отъ казны, или съ предоставленіемъ имъ права пріобрѣсть землю покупкою. Обь этомъ ходатайствѣ бывшій Министръ Государственныхъ Имуществъ представлялъ на воззрѣніе въ Бозѣ почившаго Государя Императора, полагая съ своей стороны допустить меннонистовъ, въ числѣ 100 семействъ, къ осмотру и избранію земель изъ свободныхъ участковъ въ Самарской губерніи, и преимущественно въ уѣздахъ Николаевскомъ и Новоузенскомъ, а если бы они не нашли тамъ удобныхъ земель, въ такомъ случаѣ дозволить имъ, согласно ихъ собственному желанію и на правилахъ, постановленныхъ для иностранныхъ поселенцевъ,

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    въ Министерствѣ Государственныхъ Имуществъ проектъ условіи, на которыхъ предположено допустить водвориться въ Самарскоіі губерніи до 100 семействъ прусскихъ меннонистовъ, и затѣмъ, чрезъ посредство Министерства Иностранныхъ Дѣлъ, разрѣшено Россійской Императорской миссіи въ Берлинѣ выдавать предпринимающимъ переселеніе меннонистамъ паспорты на слѣдованіе въ Россію. Въ 1852 году прибыли въ Молочанскія меннонистскія колоніи 22 семейства прусскихъ меннонистовъ, составляющія до 120 душъ обоего пола. Они прибыли на своихъ лошадяхъ, предназначенныхъ отчасти для разведенія въ своемъ водвореніи порядочныхъ лошадей, и привели съ собою овецъ новой въ Россіи породы (фагасъ), въ числѣ сорока. Весною 1853 года депутаты ихъ отправились въ Заволжскій край, для осмотра тамошнихъ казенныхъ земель. По ихъ выбору, отведены были для водворенія всѣхъ 100 семействъ меннонистовъ, получившихъ дозволеніе переселиться въ Россію, участокъ казенной удобной земли (въ количествѣ 6,500 десятинъ, по 65 дес. на душу), на упраздненномъ солевозномъ трактѣ, на правомъ берегу рѣчки Тарлыка въ Новоузенскомъ уѣздѣ Самарской губерніи. Участокъ этотъ былъ раздѣленъ на части, по числу колоній, которыя представляется удобнымъ тамъ учредить. Осенью 1853 года переселились на означенный участокъ 10 семей, а весной 1854 года и всѣ остальные, прибывшіе изъ Пруссіи и остановившіеся на зиму въ Молочанскихъ колоніяхъ меннонисты. Они основали первую колонію, названную Гансъ-Ау. Въ 1855 году прибыло изъ Пруссіи еще нѣсколько семействъ меннонистовъ, которые основали вторую колонію Кёппенталъ.
    Переселившіеся меннонисты, согласно ихъ желанію, не были подчинены мѣстному управленію прочихъ иностранныхъ поселенцевъ, а имъ дозволено составить отдѣльный округъ (названный Николаевскимъ), съ правомъ выбора изъ среды себя членовъ окружнаго управленія.
    Въ ноябрѣ мѣсяцѣ минувшаго 1856 г., уполномоченный меннонистовъ Николаевскаго общества, Клаасъ Эппъ представилъ г. Директору І-го Департамента Министерства Го-

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    ударственныхъ Имуществъ, Е. Ф. Гану, записку о ходѣ водворенія въ Николаевскомъ обществѣ, слѣдующаго содержанія:
    «Въ минувшемъ году новыхъ переселеній въ наше общество изъ Пруссіи не было. Вслѣдствіе прошлогодняго разлитія Вислы, наводненіе во всѣхъ низменностяхъ, лежащихъ по берегамъ этой рѣки, отъ Торна до Данцига, на которыхъ водворены прусскіе меннонисты, произвело такія опустошенія, что подобныхъ никто тамъ не запомнитъ; оттого желавшіе продать свои участки (Nährungstelle) не имѣли возможности найти покупщиковъ, да и тѣ немногія угодья, которыя были проданы, остались за продавцами, по недостатку у покупщиковъ денегъ для расплаты.
    По свидѣтельству одного моего тамошняго знакомаго, на достоверность котораго можно положиться, Гроссъ-Вердеръ, что близъ Маріенбурга (das Marienburger grosse Werder),  занимающій пространство земли въ 60 верстъ длиною и въ 30 верстъ шириною, между Ногатомъ и Вислою, потерпѣлъ отъ наводненія убытка на 4 милліона талеровъ.
    Урожай у насъ въ прошедшемъ году принадлежалъ къ посредственнымъ, такъ что часть собранной пшеницы можно обратить въ продажу; стало быть при теперешнихъ высокихъ цѣнахъ на этотъ хлѣбъ, по 53 к. сер. за пудъ, можно расчитывать на значительный доходъ, и это насъ опять очень ободряетъ.
    Торговля пшеницей, которая изъ нашихъ мѣстъ сбывается внизъ по Волгѣ, и потомъ къ Азовскому морю, въ Ростовъ, очень оживилась. Прежде здѣсь было только два торговыхъ дома, которые владѣли всею этою торговлею; по огромныя выгоды, которыя они имѣли, а также заграничныя требованія, привлекли сюда другихъ, и теперь находится уже восемь домовъ, торгующихъ пшеницею; поэтому въ будущее время нашъ край можетъ надѣяться на еще лучшій сбытъ, такъ какъ до сихъ поръ здѣшнія цѣны находились не въ правильномъ соотношеніи съ заграничными.
    Если бы со временемъ могъ осуществиться величественный проэктъ Петра Великаго о соединеніи Волги съ До-

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    номъ, посредствомъ канала, то наши степи достигли бы такого процвѣтанія, какого нельзя было и предполагать.
    Состояніе здоровья въ нашемъ обществѣ очень удовлетворительно. Въ 1856 г. изъ 300 душъ всего нашего населенія умерло 6 человѣкъ, въ томъ числѣ двое взрослыхъ и четверо дѣтей.
    Строительная часть. Въ 1856 г. было построено вновь: Въ Гансъ-Ау:
    Жилой домъ                      1
    Помѣщенія для скота       3
    Амбаровъ (Scheune)        2
    Итого                                  6
    Колодцевъ вырыто           2
    На эти постройки употреблено лѣса 378 деревъ.

    Въ Кёппенталѣ:
    Жилыхъ домовъ (изъ которыхъ 2 большіе, изъ обозженнаго кирпича и извести)                10
    Помѣщеній для скота, длиною отъ 52 до 78 футовъ, а шириною отъ 35 до 37 футовъ          8
    Амбаровъ, длиною отъ 80 до 95 саж., шир. въ 52 саж.                                                               7
    Итого  25
    Колодцевъ    14
    Лѣса употреблено на эти постройки  3,572 дер.
    Кирпича приготовлено:
    Въ Кёппенталѣ, изъ глины обозженной соломою        62.780
    Въ Гансъ-Ау, изъ глины обозженной дровами, по недостатку въсоломѣ, вслѣдствіе предшествовавшаго неурожая 87.600 Привезенныхъ изъ Тарлыковки, одной изъ Приволжскихъ колоній, отстоящей отсюда въ 22 верстахъ 73.964
    Итого 224.344
    Глиняныхъ кирпичей, высушенныхъ на воздухѣ 73.000
    Лѣсныя насажденія. Сдѣланный въ минувшемъ году опытъ посѣва сѣмянъ лѣсныхъ деревьевъ на ¾ десят., со-

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    вершенію не удался: хотя ильмовыя сѣмена (Rüstersaamen) взошли очень хорошо, но молодые побѣги были истреблены муравьями. Поэтому здѣсь оказывается необходимымъ предварительно удобрить землю съ помощію чернаго пара, лучше всего двухгодоваго, и истреблять вредныхъ насѣкомыхъ, а деревья разводить въ питомникахъ, гдѣ молодыя посадки лучше могутъ быть предохраняемы отъ гибели и потомъ пересаживаемы на назначенныя для плантаціи мѣста.
    Фруктовыхъ деревъ посажено:
    Въ Гансъ-Ау          427
    Кёппепталѣ            100
    Въ Гансъ-Ау сдѣланы въ прошедшемъ году значительные посѣвы сѣмянъ шелковичныхъ деревъ, которыя хорошо взошли. Сѣмена были получены изъ шелковичныхъ питомниковъ, издавна существующихъ въ здѣшнихъ приволжскихъ колоніяхъ.
    Можно ли заниматься у насъ съ выгодою шелководствомъ, покажетъ время. Другой вопросъ: тутовое дерево, разводимое для этой цѣли въ живыхъ изгородяхъ, слѣдуетъ ли обрѣзывать снизу чрезъ каждые три или четыре года? При такомъ уходѣ оно даетъ въ первое лѣто побѣги гораздо большей длины, но которые часто не достигаютъ полной зрѣлости, легче подвергаясь вызябанію, нежели деревья, которыя развиваются безъ всякаго препятствія своему росту. Во всякомъ случаѣ эта вѣтвь промышленности очень выгодна для земледѣльца, потому что даетъ ему занятіе въ свободное время, остающееся отъ полевыхъ работъ, хотя въ нашемъ краѣ и не можетъ добываться шелкъ такой же доброты, какъ въ болѣе теплыхъ странахъ.
    Сдѣланъ былъ опытъ посѣва въ небольшомъ размѣрѣ, въ саду, англійскаго, французскаго и италіянскаго райграса. Опытъ этотъ хорошо удался, и даетъ надежду, что райграсъ и особенно англійскій, какъ болѣе свойственный сухой почвѣ, можеть быть съ выгодою воздѣлываемъ здѣсь и въ большомъ размѣрѣ. Еслибъ это оправдалось, то могла бы быть удовлетворена одна изъ главныхъ потребностей

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    здѣшняго края— разведеніе искуственныхъ луговъ, для сбора сѣна и пастбы скота.
    Изготовляемая г. Штейнбергомъ, близъ Саратова, жатвенная машина оказывается самою практически-удобною изъ всѣхъ, какія до сихъ поръ намъ извѣстны. Въ будущее лѣто мы хотимъ сдѣлать опытъ надъ нею, и если она оправдаетъ наши предположенія, какъ слѣдуетъ того ожидать, то мы пріобрѣтемъ еще нѣсколько экземпляровъ этой машины. Молочанскій колонистъ Ф. Вибе изъ колоніи Орловой, пишетъ: «жатвенная машина все бѣлѣе оказывается удобною. Но тамошняя жатвенная машина, съ рѣзцомъ, должна быть менѣе выгодна, чѣмъ Штейнбергова, которая дѣйствуетъ ножницами.
    Изготовленный нашимъ кузнечнымъ мастеромъ Морицомъ желѣзный плугъ принятъ здѣсь съ заслуженнымъ одобреніемъ. При множествѣ работъ для нашихъ построекъ и по изготовленію разныхъ необходимыхъ при водвореніи вещей, Морицъ не могъ приготовить много экземпляровъ этого плуга, и сдѣланные ему заказы по этому предмету еще долго не могутъ быть удовлетворены; по впослѣдствіи, когда его заведеніе получить надлежащее устройство, онъ, при своей дѣятельности, будетъ въ состояніи исполнять заказы. Его плугъ началъ употребляться даже у насъ такъ недавно, что еще нельзя дать рѣшительный отзывъ о немъ. Во всякомъ случаѣ онъ пашетъ легче, чѣмъ всякій другой. Можно принять, что на одну треть онъ менѣе устойчивъ, нежели другіе плуги, укрѣпленные на передкѣ съ колесами; оттого онъ требуетъ болѣе внимательности, и въ такомъ случаѣ онъ дѣйствуетъ также хорошо, какъ и всякій другой; но по этому условію онъ едва ли будетъ принятъ людьми, не привычными къ порядку и закоренѣлыми въ рутинѣ.
    Наше водвореніе, повидимому, оказываетъ нѣкоторое вліяніе на нашихъ сосѣдей (приволжскихъ колонистовъ), хотя, по свойству нѣмецкаго характера, они не легко принимаютъ новое; но разъ принявъ, его усваиваютъ.
    Улучшенное хозяйство не можетъ быть перенимаемо и переносимо къ себѣ другими, безъ всякаго самостоятель-

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    наго труда на этомъ поприщѣ со стороны сихъ послѣднихъ. Оно есть результатъ продолжительнаго развитія, а не выучки, сдѣланный въ одинъ моментъ. Одно обученье и ученье, одно механическое исполненіе, не приводятъ къ цѣли, а скорѣе ведутъ къ худшему. Всякое новое дѣло требуетъ времени для принесенія плода.
    Цѣль нашего водворенія въ Россіи — служить образцами для другихъ поселянъ, можетъ быть достигнута главнѣйше только въ будущее время, и именно когда наше хозяйство будетъ служатъ доказательствомъ:

            1. Что почва, надлежащимъ образомъ воздѣлываемая, должна сохранять всегда свойственную ей производительную силу и плодородіе и давать постоянно хорошіе урожаи; это доказывается примѣромъ Молочанскихъ колонистовъ, которые въ продолженіе 50 лѣтъ употребляютъ на хлѣбопашество одни и тѣже участки земли, и Прусскихъ меннонистовъ, которые поступаютъ также съ незапамятныхъ временъ. Этой цѣли можно достигнуть у потребленіемъ чернаго пара, распашкой земли съ осени и удобреніемъ почвы навозомъ, при расположеніи усадьбъ въ срединѣ полевыхъ угодій, и чрезъ разведеніе лѣса обезпечивъ себя въ отношеніи топлива, для котораго тогда не нужно будетъ прибѣгать къ навозу. Это покажется непостижимымъ для людей, имѣющихъ мало практической опытности и вовсе незнакомыхъ съ теоріей.
            2. Что полевыя работы въ хорошо устроенномъ хозяйствѣ лучше производятся, когда усадьбы расположены въ срединѣ дачи, и требуютъ менѣе труда, какъ ручнаго, такъ и упряжнаго, нежели при бродячемъ хлѣбопашествѣ, когда воздѣлываемая земля отстоитъ верстъ на 12 и болѣе отъ жилья, хотя бы въ послѣднемъ случаѣ, для поправленія истощенной урожаями почвы, она была оставляема па отдыхъ и потомъ, по прошествіи нѣсколькихъ лѣтъ она возобновила свое плодородіе; и что въ первомъ хозяйствѣ получаютъ на одинаковомъпространствѣ гораздо болѣе урожая, нежели во второмъ, а это должно составлять самую главную заботу при возрастаніи народонаселенія.

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              1. Что земля должна быть раздѣлена на семейные участки, съ тою цѣлію, чтобы добывать отъ почвы болѣе плодовъ и лучшаго качества, и вообще чтобы сдѣлать возможнымъ введеніе лучшаго хозяйства и чтобы каждый могъ наслаждаться плодами своихъ трудовъ, чего невозможно достигнуть при раздѣленіи земли но душамъ, даже въ томъ случаѣ, когда раздѣлъ земли производится чрезъ большіе промежутки времени, потому что для возвращенія истощенной почвѣ ея прежняго плодородія съ помощію чернаго пара, дѣятельному практическому хозяину нужно 10 лѣтъ, какъ это доказывается многими примѣрами въ практическомъ хозяйствѣ.

    Кратковременность осени въ этомъ году и перемѣнчивость погоды (дожди) были причиною, что наши сосѣди затруднялись, а нѣкоторые изъ нихъ даже не были въ состояніи обмолотить хлѣбъ на открытомъ полѣ, хотя только часть урожая была хорошая, а остальная принадлежала къ посредственнымъ.
    Это обратило вниманіе многихъ изъ нихъ на устройство нашего хозяйства, и именно на удобство жить на своемъ участкѣ, имѣть возможность собирать жатву въ амбары, гдѣ она сохраняется въ сухости и надежнѣе, и на это занятіе употреблять зиму, а лѣтніе мѣсяцы посвящать на другія работы, чрезъ что работы распредѣляются на весь годъ, тогда какъ въ другихъ мѣстахъ здѣшняго края въ теченіе 6 лѣтнихъ мѣсяцевъ необходимо исполнить все то, для чего потребно 12 мѣсяцевъ. Равнымъ образомъ начинаетъ находить здѣсь одобреніе наше дѣленіе полей на постоянные семейные участки и состоящее въ связи съ нимъ устройство всего нашего хозяйства, чрезъ что каждый отдѣльный хозяинъ становится менѣе зависимымъ отъ прихотей большинства хозяевъ, а бѣдный отъ вліянія богатыхъ сосѣдей, и каждый несетъ бремя и пожинаетъ плоды своей работы: кто лучше обработываеть свое поле, тотъ можетъ надѣяться и на лучшій сборъ хлѣбовъ.
    Нѣкоторые изъ нашихъ сосѣдей, приволжскихъ колонистовъ, имѣютъ желаніе поселиться противъ насъ, по другой сторонѣ рѣчки Тарлыка, гдѣ есть удобныя и вы-

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    годныя мѣста для основанія нѣсколькихъ колоній, и ввести тамъ дѣленіе земли на семейные участки. Желательно, чтобы эти люди получили возможность не вводить въ своемъ новомъ водвореніи всѣхъ тѣхъ старинныхъ обычаевъ, которые въ прежнемъ ихъ быту останавливали развитіе ихъ колоній.
    Водвореніемъ нѣсколькихъ колоній нашихъ собратьевъ, Приволжскихъ нѣмцевъ, по сосѣдству съ нами, при надлежащемъ руководствѣ, скорѣе всего была бы достигнута цѣль Правительства — ввести лучшее хозяйство въ здѣшнемъ краѣ; потому что въ немного лѣтъ эти колоніи сдѣлались бы образцами для колоній другихъ ихъ собратьевъ; онѣ могли бы производить большее вліяніе и скорѣе возбудить охоту къ подражанію, нежели наши колоніи, потому что на насъ смотрятъ, какъ на чужестранцевъ, которые устроили и поддерживаютъ свои хозяйства при помощи значительныхъ средствъ, привезенныхъ съ собою, а это всегда доставляетъ пищу предубѣжденію.
    Съ цѣлію основанія третьей колоніи, произведены были нынѣшнею осенью въ степи, на прекрасномъ, удобномъ мѣстѣ, опыты отысканія воды при помощи землянаго бура. Опыты производились въ это время года по той причинѣ, что весною бьющіе ключи бываютъ обильнѣе водою, нежели осенью, и потому могли бы ввести въ заблужденіе касательно дѣйствительнаго содержанія въ нихъ воды, которая осенью нерѣдко изсякаетъ. На пространствѣ 600 саженъ въ длину по прямой линіи, въ трехъ мѣстахъ была открыта вода на глубинѣ 6—7 саженъ, а въ одномъ мѣстѣ, въ самой срединѣ изслѣдуемаго участка, буровая скважина могла быть доведена только до глубины 5 ½ сажень, по причинѣ затрудненія отъ пласта сухаго, сыпучаго песка, толщиною въ 2 аршина. Песокъ этотъ безпрестанно засыпалъ скважину, и вслѣдствіе того оказалось необходимымъ вырыть пробный колодезь, который и прорытъ быль до глубины 8 сажень, но воды все еще не оказывалось; между тѣмъ наступили морозы и потому 9 ноября эта работа была прекращена. Будущимъ лѣтомъ мы предполагаемъ сдѣлать, съ помощію бура, опыты дозна-

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    нія, на какой глубинѣ находится вода въ колодезѣ, или же прорыть колодезь глубже, потому что намъ не хотѣлось бы оставить это мѣсто, такъ какъ оно представляетъ чрезвычайное удобство для водворенія здѣсь предполагаемой колоніи, которая находилась бы почти въ самой срединѣ своихъ полей и только въ 2 ½ верстахъ отъ самой дальней ихъ границы.
    Колодезь обошелся намъ                                                86 р. сер.
    На поденную плату работникамъ по отысканію воды 51 р. 24 к.
    Такъ какъ наши опыты произведены были простымъ буромъ, то мы не могли дознать даже въ тѣхъ ключахъ, которыхъ мы уже открыли, достаточно ли обильно въ нихъ содержаніе воды, въ чемъ можно удостовѣриться только при помощи пробныхъ колодцевъ, и потому мы подвергаемся опасности потерять напрасно наши издержки
    Чтобы отвратить на будущее время такое неудобство, необходимо пріобрѣсть нѣсколько снарядовъ, употребляемыхъ при буреніи артезіанскихъ колодезей; этими снарядами можно бы было провести скважину сквозь пластъ сыпучаго песка, и мы могли бы съ большею увѣренностію судить о степени обилія воды въ найденныхъ источникахъ, а вмѣстѣ съ тѣмъ поставлены бы были въ возможность избѣгать безполезныхъ дорогихъ тратъ на устройство пробныхъ колодезей.
    Съ Высочайшаго соизволенія предположено надѣлить васъ добавочнымъ количествомъ казенной земли, какъ только прибудутъ въ Россію всѣ остальныя семейства, которымъ дозволено переселиться въ Россію; по такъ какъ, по недостатку воды па этой землѣ, мы можемъ селиться только около колодезей, то расходъ на пріобрѣтеніе необходимыхъ буровыхъ снарядовъ представляется вполнѣ полезнымъ, потому что только въ этомъ случаѣ мы получимъ возможность найти возможно лучшія мѣста, на которыхъ возможно и удобно будетъ водвориться, такъ какъ въ мѣстностяхъ, лишенныхъ текучей воды, водвореніе можетъ быть совершено съ трудомъ.»

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