Fresenheim

Alle Dörfer der Kolonie Am Trakt: Hahnsau, Köppental, Lindenau, Fresenheim, Hohendorf, Lysanderhöh, Orloff, Ostenfeld, Medemtal, Walujewka

Ortsname: Fresenheim

genannt nach dem Saratows obersten Richter in Sachen ausländischer Einwanderer A. Frese

Weitere Ortsnamen: Froesenheim, Фрезенгейм (1890), Фризенгейм (1890), Фрейзенгем (1920), Суходольное.

Ortsnummer: D0005 auf der Webseite Chortirtza http://chort.square7.ch/Pis/Orte.pdf

Kolonie (menn.): Am Trakt

Admin. Zuordnung: Gouv. Samara/ASSRdWD/ Kanton Seelmann. Bis 1917 – Самарская губ., Новоузенский у., Малышинский колон. окр.; Малышинская вол.; Zur Sowjetszeit – Покровский уезд, Саратовской губернии (1920); АССР НП, Лизандергейский/ Куккусский (Вольской)/Зельманский (Ровненский) к-н/Тарлыкский (Куккусский) р-н.

Gründungsjahr: 1856-1859

Gegründet von den aus Westpreußen ausgewanderten Mennoniten.

Koordinate: 46°19′ E 51°04’N

Landfläche: 1.930 Desj. (1922), 1506 Desj. (1859; 23 Familien).

Jahr 1859 1865 1889 1897 1910 1920 1922 1926
Einwohner 17 85 91 103 127 183 118 165

Konfession: mennonitisch

Betriebe:

Motormühle Johann Dick,

Einkehrhof Johann Peters.

GANDMA 7: In der „Grandma 7“ CD sind 44 Mennoniten, die in Fresenheim, Am Trakt geboren sind, beschrieben.

Zusatzinformationen: Das Dorf lag etwa 25 km im O von Kukkus (Wiesenseite). Die Siedlungsform wurde durch die Zuteilung der Hälfte des Landes (32,5 Desjatinen) unmittelbar bei den Höfen bestimmt. Dadurch entstand ein weit auseinander gezogenes Straßendorf. Rund zwei Drittel des Landes wurde als Ackerland genutzt, fast 18 Prozent als Weideland. (1912). 1926 war der Ort Sowjetsitz und es gab eine 4-Klassen Schule. Am 9.9.1941 wurden die Einwohner in das Gebiet Nowosibirsk Deportiert.

Dorfplan Fresenheim

Als Vorlage dazu habe ich einen Plan von der gesamten Kolonie in englischen Sprache (Bild 1, Bild 2) benutzt. Der darunter liegende handgeschriebene Dorfplan wurde von Alexander J. Thießen (1911-1997) in den Jahren 1970-1973 in Karaganda erstellt. Dazu hatte er Zahlreiche vom Trakt stammende Personen befragt.
Die Nummern von Höfen sind von mir frei erfunden und dienen der besseren Zuordnung der jeweiligen Familie. Es ist auch nicht immer so, dass ein Hof einer Wirtschaft entspricht, sondern stellt ein Haus mit darin wohnenden Familie dar. Die Zahl der Familienmitgliedern wurde vom Plan Alexander J. Thießen übernommen. Dieser Dorfplan gilt für die Zeit 1926-1929.

Weg nach
Köppental

Hof 1             Dorfverwaltung   Hof 14            Aron Töws
Hof 2   lehr Hof 15            Bopp ?
Hof 3           Heinrich Janzen Hof 16             Heinrich Neufeld
Hof 4           Nikolaus Wall Hof 17             David Wall, 6 Pers.
Hof 5     Johannes Dyck, 5 Pers. Hof 18        Johannes Dyck, 3 Pers.
Hof 6    Johannes Neufeld, 4 Pers. Hof 19             Großchen ?
Hof 7            Gerhard Fieguth Hof 20        Johannes Töws, 8 Pers.
Hof 8    Thodor Bachmann, 7Pers. Hof 21        Johannes Wall, 6 Pers.
Hof 9           Schule Hof 22       Hermann Töws, 5 Pers.
Hof 10      Peter Janzen, 5 Pers. Hof 23         Aron Esau, 6 Pers.
Hof 11   Herbert Penner, 6 Pers. Hof 24     Heinrich Isaak, 4 Pers.
Hof 12   Leonhard Penner,5 Pers. Hof 25            Strempler ?
Hof 13      Artur Penner, 7 Pers. Hof 26            Kamens
 
von Alexander Thießen
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