Julius Bergmann (1880-1965)

Familie Julius Bergmann (1880-1965)

Julius Bergmann mit Ehefrau Käthe Neufeld

Julius Bergmann (24.03.1880-22.12.1965), #1157806 war drei mal verheiratet. Erste Ehe mit  Katharina Neufeld (†1912), #1254517, Tochter von Hermann Neufeld, #1254750. Aus dieser Ehe stammten eine Tochter Agathe (als Kind gestorben), #1254890 und ein Sohn Peter (1909-08.11.1938), #1254864, der später Lehrer in der Mennonitenansiedlung in Mittelasien wurde. Er wurde 1938 von den Sowjets erschossen.

 

 

 

 

 

 

Julius Bergmann mit Ehefrau Anna Andres

Dritte Frau von Julius Bergmann war Anna Andres (18.08.1887-14.02.1933), #1254616 aus Westpreussen. Sie heirateten am 24.06.1914, kurz vor dem Ersten Weltkrieg.

Sie bekamen acht Kinder:

Johannes (Hans) (11.04.1915-31.01.2005), #1254620, verheiratet mit Katharina Julius Wiens (05.10.1914-07.07.2006), #1254931,

Käthe (04.03.1917-03.011.1931), #1254509,

Elisabeth (24.09.1918-01.05.2011), #1254445,

Paul (17.03.1920-12.11.2007), #1254472,

Annusch (*31.10.1921), #1254494,

Kornelius (04.05.1924-17.04.2008), #1254784,

Maria (27.08.1926-01.01.1932). #1254442,

Julius (09.02.1931-22.08.1931), #1254757

Julius Peter Bergmann im Sanitätsdienst

Im Krieg wurde Julius als Sanitäter zum Militärdienst nach Nishni- Nowgorod einberufen. Die Familie besass eine Motormühle in Lysanderhöh. Im Tagebuch von Anna Bergmann (Andres) ist zu lesen, dass am 23.03.1927 der Familie die Mühle mit Wohnhaus und allen Nebengebäuden weggenommen wurde. Die Familie musste ihr Haus verlassen. Sie zogen zum 01.04.1927 bei Julius Vater Peter Bergmann ein. Zwei Wochen später brannte die Mühle ab. Der Grund war falsche Motorbedienung von einem jungen, Unerfahrenen Mechaniker Peter Pauls. Doch Julius wurde  beschuldigt. Es folgte ein Gericht, bei dem der Staatsanwalt sowie auch der Verteidiger Julius als unschuldig gesprochen hatten. Trotzdem verurteilte ihn der Richter zu drei Jahren Haft. Julius ging in Berufung und im September 1928 wurde er von einem höheren Gericht frei gesprochen. <Man kann Sehen wieviel Mühe die Gerichte sich Ende 1920er Jahre noch gegben hatten>.

Julius Bergmann’s Mühle in Lysenderhöh
Julius Bergmann’s Mühle in Lysenderhöh. Foto 1991
Familie Julius Peter Bergmann und Anna Andres alle in Lysanderhöh geboren
hinten v. li.:
Sohn aus der 1.Ehe Peter (1909-08.11.1938 erschossen in Leninpol, Kirgisien)(#1254864), er war ab 1930 Lehrer in Leninpol.
Hans (11.04.1915 -31.01.2005 Deutschland),
vorne v. li.:
Katharina (07.03.1917-03.11.1931 Karaganda)(#1254509),
Paul (17.03.1920-12.11.2007)(#1254472),
Vater Julius Peter Bergmann (24.03.1880-22.12.1965 Karaganda)(#1157806),
Maria (24.08.1926-01.01.1932 Karaganda)(#1254442),
Kornej (04.05.1924-17.04.2008)(#1254784),
Mutter Anna Corn. Andres (18.02.1887 Marienburg, G. Werder, Preußen-14.02.1933 Karaganda)(#1254616),
Lilli (Elisabeth) (24.09.1918-01.05.2011)(#1254445),
Anna (Annusch) (*31.10.1921)(#1254494)

Es hatte die Lage der Familie auf Dauer aber nicht verbessert. 1930 wurde Julius Bergmann noch mal enteignet und mit seiner Familie 1931 nach Karaganda, Kasachstan verschleppt. Anna hatte bis fast zu ihrem Tod 1933 ein Tagebuch geführt.

 

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