Johanna Siebert (1867-1933)

Familie Hermann Penner (1866-1909)

Hermann Penner und Johanna Siebert

Johanna Siebert (01.06.1867-07.1933), #1254306 war mit Hermann Penner (1866-04.12.1909), #1254647 verheiratet. Sie Hatten 16 Kinder von denen 8 erwachsen wurden:

-Jakob (ca.1891-11. 1909) an Typhus gestorben

-Johannes (13.12.1892-22.09.1976), #1254919 war Prediger Am Trakt und später in Karaganda, verheiratet mit Ernestine Pauls (24.05.1892-17.06.1971), #1254712

-Hermann (1894-05.10.1919), verheiratet mit Tine (Katharine?) Bestvater.

-Kornelius (16.11.1897-11.05.1937), verheiratet mit Hedwig Henning (1896-1941)

-Anna (09.09.1898-28.10.1976), #1254455, verheiratet mit Jakob Gerhard Klassen (15.09.1886-11.05.1948), #1254887

-Helene (ca.1900-ca.1928) – war unverheiratet,

-Katharina (ca.1902-ca.1928 oder 1938),

-Erich (01.08.1905-1941), verheiratet mit Anna Klassen

Familie Hermann und Johanna Penner:
hinten v. li. Kornelius, Anna, Im Bilderrahmen Vater Hermann, Erich, Helene, Katharina.
vorne v.li. Johannes, Hermann, Mutter Johanna geb. Siebert

Die Familie wohnte zuerst in Ostenfeld, wo Hermann Penner eine Schmiede hatte. 1908 bekamen sie als Erbe Johannas Mutter, und einer Tante aus Deutschland 60 Desjatin Land in Medemtal. Dort bauten sie dann ihr Haus und zogen um. Vater Hermann meinte, dass Landwirtschaft ein besseres Einkommen der Familie bringen wird. Weil aber noch ein Vorrat an Eisen und Kohle vorhanden war wurde auch die Schmiede vom Vater und dem ältesten Sohn Jakob weiter betrieben. Doch schon im nächsten Jahr erkrankten einige Mitglieder der Familie an Typhus. Vater Herman und Sohn Jakob waren an der Krankheit gestorben.

Johanna Penner (Siebert) mit Sohn Erich und Tochter Katharina
von li.: Katharina, Kornelius, seine Ehefrau Hedwig Henning
von li.: Katharina, Erich, Helene
Erich mit Ehefrau Anna geb. Klassen und Tochter

 

Johannes Penner mit Ehefrau Ernestine (Pauls)

Der zweite Sohn Johannes war Prediger an der orloffer Kirche Am Trakt.

Johannes wurde 1931 zusammen mit anderen Familien vom Trakt nach Karaganda verbannt. 1934 wurde er verhaftet und kam für 5 Jahre ins Gefängnis. 1957 wurde er erste Prediger der Mennonitengemeinde in Karaganda.

Viktor Töws erzählte, Dass seine Mutter Herta (geb. Korn. Siebert) Johahhes Penner wegen Altersunterschied Onkel Penner nannte. Er nannte sie Schwester und wollte, dass auch sie ihn Bruder nannte weil sie Cousins waren. Viktor meinte, das der Onkel ihm erstens dadurch aufgefallen war, weil er auch im Sommer Filzstiefel getragen hat. Zweitens, weil er zwei mal im Jahr sein Geburtstag feierte. Er erklärte es so, dass er in den Bürgrkriegsjahren vor einigen Rotgardisten zum Erschiessen verurteilt stand. Da kam der Kommandeur vorbeigeritten und fragte die Soldaten was sie vorhaben. Die antworteten, dass sie einen Verbrecher hinrichten wollen, darauf meinte der Kommandeur, dass dieser Verbrecher im Nachbardorf schon hingerichtet wurde, also ist dieser Mann unschuldig. Diesen Tag feierte Johannes Penner als seinen zweiten Geburtstag.

Mann erzählte auch, dass in den wirren Jahren des Bürgerkriegs Menschen umgebracht wurden und zum Fleisch und Seife verarbeitet wurden. Mit so einer Bande hatte auch Onkel Penner zu tun gehabt. Er wollte sich in der Stadt die Haare schneiden lassen. Als er schon auf dem Stuhl beim Frisör sass, merkte er, dass der Stuhl sich plötzlich im Fussboden versenkte. Doch er war ein sehr starker mann und konnte sich noch wehren und ist so seinen Mördern entkommen.

Hermann

Der dritte Sohn Hermann hatte eine Zentralschule in Halbstadt (Südrussland) absolviert und arbeitete als Lehrer in der Kolonie Am Trakt. Zuerst in Köppental danach in Medmtal. 1919 wurde er in die Rote Armee mobilisiert und starb in Seelman an Typhus.

 

 

 

 

 

 

 

Anna Penner mit Ehemann Jakob Gerh. Klassen
Anna Herm. Penner

Tochter Anna hatte Jakob Gerh. Klassen geheiratet. Nach 18 Jahren Ehe 1937 wurden beide zu Straflager verurteilt. Beide hatten 10 Jahre hinter Stacheldraht verbracht. Nach der Haft kam Jakob zu seiner Tochter ins Gebiet Tomsk. Anna durfte nicht zu ihrer Familie und ging nach Karaganda. Ihren Mann hatte sie nicht wieder gesehen. Später wohnte Anna bei ihren Kindern im Gebiet Alma-Ata. (s. Fam. Gerhard Klassen)

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