Julius Siebert (1887-1943)

Familie Julius Siebert (1887-1943)

Julius Siebert

Julius (09.03.1887-1943), #1015425 war Prediger in der orloffer Gemeinde und wohnte in Ostenfeld. Wegen seiner Tätigkeit wurde er zu Sowjetzeiten mehrfach verhaftet. 8 Jahre hatte er in den Straflagern von Magadan verbracht. Dort hatte er für seine Arbeit Geld bekommen und konnte damit seine Familie Zuhause unterstützen. Nach seiner Haft durfte er an die Wolga zurück, jedoch nicht in sein Heimatdorf. Als seine Kinder ihn besuchten, wurde er wieder verhaftet mit der Begründung – er halte sie von der Arbeit in der Kolchose ab. Nach der Haft kam Julius nach Ostenfeld zurück. 1941 wurde er mit seiner Familie nach Sibirien verbannt. Von dort kam er in die Trudarmee nach Tscheljabinsk in den Wald, wo er auch gestorben war.

Julius Siebert War mit Elisabeth Pauls, #1015424 verheiratet. Sie hatten neun Kinder:

  • Anna (Ani), #1254401, verh. mit Hermann Fröse,
  • Elisabeth (Lieschen), #1254468, verh. mit Dietrich Dietrich Wall (*26.11.1914), #132316
  • Ernestine (Tienchen), #1254426, verh. mit Alexander Rohr,
  • Maria, #1254646, verh. mit Heinrich Heinrich Töws (*1912),
  • Helene (1912-1984),  #1254289
  • Hans (*1914), #1254730, verh. mit Maria Dietrich Wall (*13.08.1916), #132317
  • Julius (17.06.1925-22.05.1996), #1006965, verh. mit Juliana Heinrich Wall (21.01.1929- 17.11.2002), #1006968
  • Emilie (Milusch) (*26.02.1929), #1254403, verh. mit Dietrich Heinrich Wall (*31.08.1930), #1006963
  • Wohlgemut (Wolli) (*1931), verh. mit Lisa Sacharenko
Lauweh 1939. Julius Siebert nach seiner 8-jährigen Haft mit Frau Elisabeth geb. Pauls und den jüngsten Kindern Sohn Wohlgemut und Tochter Emilie

Sohn Julius Siebert war Prediger in der Kirchlichen Mennonitengemeinde in Karaganda. Auf der Seite mennlex.de gibt es einen Artikel über Julius Siebert (Jun.) und die Kirchengemeinde in Karaganda: http://www.mennlex.de/doku.php?id=art:siebert_julius

Sohn Johannes wohnte in Karaganda, Selentrest gegenüber meinem Opa Johannes Wiens. Sie arbeiteten auch zusammen in der Födorowskaja Autobasa. In den 70er Jahren war Johannes mit seinen noch bei ihm wohnenden Kindern über Baltische Republiken nach Deutschland ausgewandert. Er starb in Deutschland bei einem Verkehrsunfall.

Es gibt einen schönen Artikel über das Rauchen in der mennonitischen Zeitschrift „Unser Blatt“ Nr. 6 vom März 1928 verfasst von Julius Siebert (Sen.): „Durch Rauch hervorgelockt“. Zu lesen auf Seite 152 auf „Chortitza“ in gotischen Schrift: http://chort.square7.ch/Pis/UB27_06.pdf

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